Der Herbst steht in den Startlöchern und damit steht auch Halloween vor der Tür. Die gruselige (und zugleich auch irgendwie gemütliche) Zeit beginnt und wie könnte man sich besser in Stimmung bringen, als mit einem schaurig-schönen Kinderbuch oder Jugendbuch.
Ich hab mal ein paar Empfehlungen an Halloween-Büchern für Kinder und Jugendliche gesammelt: manche gruselig, andere eher seicht, alle absolut stimmungsvoll und fantasievoll – und perfekt zum Einkuscheln in eine Decke und gemütliche Lesenachmittage im Herbst. Auch ein Bilderbuch ist dabei.
Mein eigenes Buch: Monstäa – Die vergessene Welt der Monster

Folge dem Ruf nach Monstäa!
Ausgerechnet im Monsterpark muss der ängstliche Konrad seine Herbstferien verbringen. Dort leben echte, wilde Monster und seine Schwester Frida wittert auch schon das Abenteuer. Durch ein verborgenes Portal reißt sie Konrad mit sich in die Monsterwelt. Doch Monstäa ist anders als erwartet. Sie stoßen auf eine wundersame Stadt und treffen Monster wie Knusperknäuschen, Sorgenfänger und Donnerwetter. Aber die Monsterwelt ist in Gefahr und die Geschwister müssen sie retten – und allen zeigen, wer die wahren Monster sind.
Eine fantastische Reise voller magischer Orte und Kreaturen!
Die Polidoris (Anja Fislage & Verena Wugeditsch)

Eine alte Villa, Rätsel und Geheimnisse, Magie und eine mystische Stimmung – das klingt für mich nach guten Voraussetzungen für eine wundervolle Geschichte. Und genau das hat „Die Polidoris und der Pakt der Finsternis“ von Anja Fislage zu bieten. Es geht um drei Geschwister, die nach einem Schiffsunglück ihrer Eltern zu ihren etwas außergewöhnlichen Großeltern kommen. Die Villa, auch „das Polidorium“ genannt, wirkt schon auf den ersten Blick schaurig und schnell wird auch klar, dass dort übernatürliche Dinge vor sich gehen. Die Großeltern wollen sie von all dem fernhalten, aber die Neugier der Geschwister ist geweckt und sie wollen den Rätseln des Polidoriums auf den Grund gehen.
Die Figuren sind toll ausgearbeitet, das Setting ist wunderbar atmosphärisch und es gibt ein gutes Maß an Spannung. Besonders toll sind auch die Illustrationen von Verena Wugeditsch, die die mystische Atmosphäre perfekt unterstreichen. Tatsächlich würde ich das Buch auch eher für ältere Kinder oder Jugendliche empfehlen, da es schon einige gruselige Aspekte gibt.
City of Ghosts (V. E. Schwab)

Wie wäre es mit einer Geistergeschichte rund um Halloween? Dafür kann ich „City of Ghosts“ sehr empfehlen. Die Protagonistin Cassidy Blake wäre fast gestorben, aber sie wurde von einem Geist gerettet – und seitdem kann sie nun Geister sehen und die Welt der Toten betreten. Ihr bester Freund ist ein Geist namens Jacob und der begleitet Cassidy auch auf ihre Reise nach Edinburgh, wo Cassidys Eltern eine Fernsehshow über Geistergeschichten drehen. Doch Cassidy ist diejenige, die die wahren Geister von Edinburgh kennenlernt und dadurch in Schwierigkeiten gerät … In den weiteren Teilen führt die Reise sie noch nach Paris und New Orleans und man erfährt immer ein bisschen mehr über Jacobs Vergangenheit oder die Hintergründe der Geister und Geisterjäger.
Die Bücher haben für mich die perfekte Mischung aus Spannung, Rätseln und Humor. Die Figuren waren alle sehr greifbar und sind mir beim Lesen ans Herz gewachsen, insbesondere auch der Geisterfreund Jacob. Der Schreibstil ist locker-leicht, sodass man nur so durch die Seiten fliegt, und ich finde es toll, dass mit jedem Buch das Setting wechselt und so jedes Mal neue Mythen und Themen eine Rolle spielen.
Keiner gruselt sich vor Gustav (Guido van Genechten)

Gustav ist nicht einfach irgendein Gespenst. Er ist ein rosa Gespenst und ein wenig verträumt. In der Geisterschule soll er das Spuken lernen, aber er bekommt einfach keine gruseligen Geräusche heraus. Der Direktor verbannt ihn daraufhin in den verlassenen Turm. Doch richtig verlassen ist der gar nicht: Denn Gustav trifft dort die Katze Miau und zusammen wollen sie es sich dort richtig schön machen.
Als ich das Buch in der Buchhandlung gesehen habe, konnte ich daran nicht vorbeigehen. Die liebevollen Illustrationen haben mich auf Anhieb angesprochen und auch die Geschichte an sich ist einfach nur zauberhaft. Sie lässt sich leicht lesen, ist nicht unbedingt spannend, aber vermittelt dafür ein wohliges Gefühl. Eine große Empfehlung!
Mitternacht in Charlbury House (Helen Peters)

Falls du nach einem mystisch-rätselhaften Buch mit einem (teils) historischen Setting suchst, kann ich dir Mitternacht in Charlbury House sehr empfehlen. Evi verbringt die Ferien im alten Herrenhaus ihrer Tante – und eines nachts wird sie plötzlich in die Vergangenheit des Hauses gezogen. Sie landet im Jahr 1814 und muss als Dienstmädchen im Herrenhaus arbeiten. Um zurückzukommen, muss sie ein altes Familiengeheimnis lüften und nach einer Lösung suchen.
Das Setting ist unglaublich stimmungsvoll beschrieben und es gibt immer wieder spannende Details, die einem das Gefühl geben, wirklich mit Evi in der Vergangenheit zu sein. Dazu kommt das spannende Rätsel rund um die Familie, zu dem es immer wieder kleine Hinweise gibt, die zum Miträtseln einladen.