Ich liebe Zitate! Ganz besonders natürlich buchige Zitate. Vor zwei Jahren habe ich schon mal einen Blogbeitrag mit Zitaten über Bücher und das Lesen erstellt. Und heute möchte ich dir ein paar Zitate bzw. persönliche Lieblingsstellen aus meinen eigenen beiden Büchern „Heinrich Hase rettet Weihnachten“ und „Monstäa – Die vergessene Welt der Monster“ vorstellen.
Vielleicht können sie dich ja neugierig auf die Geschichten machen? 😁
Zitate aus „Monstäa – Die vergessene Welt der Monster“

Folge dem Ruf nach Monstäa!
Ausgerechnet im Monsterpark muss der ängstliche Konrad seine Herbstferien verbringen. Dort leben echte, wilde Monster und seine Schwester Frida wittert auch schon das Abenteuer. Durch ein verborgenes Portal reißt sie Konrad mit sich in die Monsterwelt. Doch Monstäa ist anders als erwartet. Sie stoßen auf eine wundersame Stadt und treffen Monster wie Knusperknäuschen, Sorgenfänger und Donnerwetter. Aber die Monsterwelt ist in Gefahr und die Geschwister müssen sie retten – und allen zeigen, wer die wahren Monster sind.
Eine fantastische Reise voller magischer Orte und Kreaturen!
„Monsterpark. Das Wort schwirrt wie eine düstere Bedrohung durch meinen Kopf, während ich aus dem Autofenster starre. Viel erkennen kann ich draußen nicht. Wir fahren durch einen dichten Wald und trotz des frühen Abends ist alles in absolute Finsternis gehüllt. Typisch Herbst eben. Ab und an dringt schwaches Mondlicht durch die Baumkronen und wirft schaurige Schatten auf die Straße. Nebelschwaden wabern durch die Luft, als wüssten sie genau, wohin wir fahren.
Denn heute ist der erste Tag der Herbstferien, aber meine Freude hält sich in Grenzen. Seit Stunden sitze ich in unserem klapprigen Auto und lausche der Hippie-Musik, die meine Mutter in Dauerschleife abspielt und zu der sie und meine Schwester Frida fröhlich mitsingen. Ich dagegen starre einfach nur aus dem Fenster.“
„Ein Monster. Ziemlich groß. Feuerrotes Fell. Spitze Zähne.
Ich verwandle mich in eine lebendige Statue und sogar Frida stoppt, als sie das Monster erblickt. Wir sind ganz still, aber das Monster hat uns längst bemerkt. Es starrt in unsere Richtung. Und was dann passiert, überrascht mich so sehr, dass ich nicht in der Lage bin, mich zu rühren.
Das Monster weitet die Augen, stößt einen Schrei aus, der mehr erschrocken als gefährlich klingt, dreht sich um und rennt davon. Es verschwindet in der Ferne und erst als ich das Monster nicht mehr erkennen kann, wage ich, mich wieder zu bewegen und zu Frida an meiner rechten Seite zu blicken. ‚Ist … ist das Monster gerade vor uns weggelaufen?‘“
„Wir gehen von Monster zu Monster und so gruselig ich sie auch finde, so interessant ist es, was mein Vater über sie zu erzählen weiß. Ein kleineres Monster mit ledernder Haut leuchtet in schillernden und immer wechselnden Farben auf – meist ist die Haut aber tiefrot. Ein anderes Monster hat zwei Antennen und über seinem Kopf hängen tiefdunkle Gewitterwolken, die es offenbar selbst heraufbeschwört. Je länger wir uns zwischen den Ungeheuern aufhalten, desto mehr fällt die Angst und Anspannung von mir ab, weil ich merke, dass tatsächlich nichts passiert. Trotzdem bin ich nicht gerade unglücklich, als Frida verkündet, dass sie jetzt zum Freizeitpark möchte.“
„Kurz darauf sind wir am Rand der Monsterstadt – am Rand von Momphis. Hier wirbeln mir von allen Ecken Düfte entgegen. Exotische Gewürze, herbe Erddüfte, süßliche Pflanzen. Auch die Gebäude sind ganz unterschiedlich. Es gibt Steinhäuser, mal größer, mal kleiner, oder Hütten aus Holz, manche mit Pflanzen überwuchert. Aber es gibt auch Iglus, über denen kleine Wolken schweben, sodass permanent Schnee auf sie herabfällt. Und Zelte und mit Moos bewachsene Höhlen. Im Stadtinnern erkenne ich sogar große Hochhäuser. Ein wilder Mix. Verbunden sind sie mit Wegen auf dem Boden und brückenartigen Wegen, die sich die durch die ganze Stadt zu schlängeln scheinen.“
„Hier am Waldrand ist es windstiller, nur leise rascheln die Blätter über uns. Weiter weg höre ich seltsame Laute, bei denen ich lieber nicht wissen möchte, was für Monster oder Gestalten dahinterstecken. Uhus oder Eulen gibt es in den Wäldern Monstäas bestimmt nicht. Der leichte Wind lässt mich in meinem verdreckten Pyjama frösteln.“
„‚Guten Tag zusammen!‘, ertönt plötzlich eine Stimme aus dem Nichts. Ich zucke zusammen. Schaue mich um. Nach links, nach rechts, hinter mich. Nichts.
‚Hier unten‘, sagt die gleiche, leicht schnöselige Stimme. ‚Also bitte, so schwer ist das nun nicht.‘
Ich schaue nach unten und blicke auf eine Pflanze. Eine sprechende Pflanze mit Gesicht.“
„‚Ich habe es geschafft‘, flüstere ich. So leise, dass es niemand außer mir hören kann. Aber das ist egal. Denn diese Worte sind sowieso nur für mich von Bedeutung. Das Wichtigste ist, dass ich weiß, dass ich stark genug bin, mich meinen Ängsten zu stellen und gegen sie zu kämpfen. Ich bin stärker als sie und lasse mich nicht einfach unterkriegen. Ein Lächeln stiehlt sich auf mein Gesicht, erst nur ganz leicht, dann formt es sich zu einem breiten Grinsen.“
„Mit zittrigen Händen greife ich nach dem Kescher und klammere mich so fest an die Holzstange, dass meine Knöchel weiß hervortreten. Ich konzentriere mich auf meine Atmung, um ruhiger zu werden und das Zittern zu kontrollieren. Einatmen. Ausatmen. Dann trete ich in den Sonnenstrahl und schwenke den Kescher herum. Ich stelle mir vor, der Sonnenstrahl wäre etwas, wonach ich tatsächlich greifen kann. Ein goldener Glitzernebel, dessen kleine Partikel ich einfangen möchte. Und tatsächlich. Diesmal bilden sich goldene Fäden im Kescher. Es sieht nicht weniger magisch aus als das eingefangene Lachen und das Beste daran: Ich fange diese Goldfäden ein. Ich allein!“
Zitate aus „Heinrich Hase rettet Weihnachten“

Weihnachten und Ostern passen nicht zusammen? Das denkt sich auch der oberste Osterhase Heinrich, bis er einen überraschenden Anruf bekommt: Der Weihnachtsmann ist krank und bittet ihn um Hilfe. Sonst muss Weihnachten ausfallen. Obwohl Heinrich die Kälte hasst, reist er sofort zur Weihnachtsstadt. Doch der Weihnachtsmann hat ein großes Chaos hinterlassen und dann verschwinden auch noch die Wunschzettel. Mit vollem Einsatz (und ein bisschen Tollpatschigkeit) gibt Heinrich alles, um das Weihnachtsfest zu retten und herauszufinden, warum der Weihnachtsmann immer schwächer wird …
Ein humorvolles und atmosphärisches Weihnachtsbuch für die ganze Familie!
„Kerzenschein und Tannenduft. Dicke Schneeflocken, Lebkuchen und ein Hauch von Zimt in der Luft …
So, das muss erst mal an Weihnachtsstimmung genügen. Denn diese Geschichte startet nicht am Nordpol oder in einem verschneiten Weihnachtsstädtchen. Nicht auf einem Weihnachtsmarkt oder auf einer Schlittschuhbahn. Nein, diese Weihnachtsgeschichte startet im Osterdorf. Und zwar bei mir, Heinrich Hase. Auch genannt: der oberste Osterhase.
Was ich mit Weihnachten zu tun habe, fragst du dich vielleicht? Nun, ich habe Weihnachten gerettet! Jawohl! Aber fangen wir am Anfang an.“
„Ich riss die Augen auf und sah nichts als Weiß. Schnee. Überall war Schnee. Es hatte geklappt! Ich war am Nordpol. Vor Aufregung quiekte ich kurz auf, dann zog ich den Reißverschluss meiner Jacke so hoch, wie es ging.“
„Von dem Kamin ging ein rauchiger Geruch aus. Doch da lag noch etwas anderes in der Luft. Ich schnüffelte. Gebäck. Eindeutig Gebäck. Meine Hasennase liegt bei so etwas nie falsch.“
„Stunden später rauchten uns die Köpfe. Bis auf den letzten Krümel hatten wir alle Plätzchen und den Stollen aufgegessen. Die Kakaokanne war leer bis auf den letzten Tropfen. Aber dafür war mein Notizbuch voll mit neuen Ideen. Jetzt klappte ich es mit einem lauten Plopp zu.“
„Mitten im Wohnzimmer stand ein Tannenbaum, geschmückt mit bunten Kugeln, Strohfiguren und einer leuchtenden Lichterkette. Es duftete nach Vanillekerzen und Rauch, aus der Küche zog der Duft von Rotkohl und Kroketten. Die Luft war mollig warm und schwer von der Heizung. Ein angenehmer Schauer überkam mich.“