Dieses Jahr erscheint mein erstes Bilderbuch „Bo, das kleine Brillengespenst“. Und natürlich lese ich auch selbst unglaublich gern Bilderbücher! Ein paar meiner liebsten Bilderbücher der letzten Jahre möchte ich euch deshalb hier vorstellen.
Bo, das kleine Brillengespenst
(Von mir geschrieben und von Sonja Schweiger ganz zauberhaft illustriert. Das Buch erscheint am 24.08.2026 und du kannst es ab jetzt vorbestellen.)

Peng. Schepper. Klirr.
Bo, das kleine Gespenst, saust beim Erschrecken ständig vor Möbel oder alte Ritterrüstungen. Zumindest bis er im Burgkeller eine nachtblaue Brille findet, die ihn endlich besser sehen lässt. Absolut magisch, findet Bo! Bloß kann er mit der Brille nicht durch Wände schweben – und unsichtbar ist sie auch nicht. Oje. Ob ein Zauberspruch hilft? Oder eine Tarnung mit Spinnweben? Hmm … Aber warum müssen Gespenster denn überhaupt unsichtbar sein?
Eine liebenswerte und lustige Gespenstergeschichte übers Sehen und Gesehenwerden.
Der Fuchs und die verlorenen Buchstaben (Pamela Zagarenski)

Wer Wörter und Geschichten liebt, wird sicherlich auch begeistert sein von dem Bilderbuch „Der Fuchs und die verlorenen Buchstaben“ von Pamela Zagarenski.
Ein kleines Mädchen will ein besonderes Buch lesen, doch dann verliert sie unterwegs alle Buchstaben. Sie ist furchtbar enttäuscht, doch dann fängt sie an, sich selbst Worte auszudenken. Sie schaut sich die Bilder an und taucht auf ihre eigene Weise in die Geschichten ein. Sie macht das Buch zu ihrem eigenen, lässt ihrer Fantasie freien Lauf und erlebt dabei ganz viele tolle Momente.
Da ich nicht nur das Lesen, sondern auch das Geschichtenerzählen liebe, hat mich das Buch sehr berührt. Es ist fantasievoll gestaltet und auch die Illustrationen haben etwas Verträumtes und Märchenhaftes und passen damit wunderbar zum Text. Das Buch ist eine Hommage an die Vorstellungskraft und regt die eigene Fantasie an.
Daher ist es meiner Meinung nach auch nicht nur für Kinder, sondern für Leute jeden Alters geeignet – einfach für alle, die Bücher und Geschichten lieben. Das Buch eignet sich damit sicherlich auch gut als Geschenk für alle Wortbegeisterten.
Ist ja nur eins (Tracey Corderoy & Tony Neal)

Was macht es schon für einen Unterschied, wenn ich ein Papier auf die Straße werfe? Was macht es schon für einen Unterschied, wenn ich eine Blume aus dem Beet pflücke? Keinen großen, oder?
Diese Fragen stellt das Bilderbuch „Ist doch nur eins“ von Tracey Corderoy mit Illustrationen von Tony Neal auf sehr anschauliche Art und Weise.
Das Nashorn wirft eine Verpackung weg und denkt sich: „Was denn? Ist ja nur eins …“ Aber dann tun es ihm ganz viele gleich und die Stadt wird immer dreckiger. Das Gleiche wiederholt sich mit anderen Handlungen. Irgendwann sind alle unglücklich. Aber dann begreifen sie, dass sie zusammen auch Positives bewirken können. Wenn ich ein Papier im Park aufhebe, macht das kaum einen Unterschied – aber wenn alle etwas Müll aufsammeln, ist die Stadt auf einmal schnell wieder sauber.
Denn ja, eine einzelne Handlung wirkt erst mal, als hätte sie keine Auswirkung. Aber wir sind eben nicht allein. Da sind noch ganz viele andere Menschen. Und zusammen machen unsere Handlungen einen großen Unterschied – einen positiven oder negativen. Welchen, können wir nur zusammen entscheiden.
Das Buch vermittelt diese Botschaft auf eine tolle Art und Weise. Es belehrt nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern regt vielmehr zum Nachdenken an. Eine große Empfehlung für Groß und Klein!
Ella und der Funkelzauber (Lucy Fleming)

Die Nacht und die Dunkelheit können Angst machen – aber mit ein bisschen Licht und Funkeln ist es viel weniger furchteinflößend.
Genau darum geht es in dem Kinderbuch „Ella und der Funkelzauber“ von Lucy Fleming. Ella ist fasziniert von allem, was funkelt und glitzert. Zu gern würde sie mal einen Sonnenaufgang sehen, aber wegen ihrer empfindlichen Flügel darf sie nicht in die Sonne. Stattdessen ist sie nachts unterwegs und schenkt denen, die sich vor der Dunkelheit fürchten, Licht. Die anderen im Wald sind Ella furchtbar dankbar und bereiten gemeinsam eine Überraschung für sie vor.
Eine Geschichte über Freundschaft, Träume und die Angst vorm Dunkeln.
Ganz besonders begeistern mich die wundervollen Illustrationen von Lucy Fleming. Sie strahlen etwas Magisches und zugleich Ruhiges aus, weshalb sich das Buch wunderbar als Einschlafgeschichte eignet. Auch die Geschichte selbst ist eher ruhig erzählt und mit wenigen Worten wird viel ausgesagt.
Holla, die Waldfee (Nora Paehl)

Holla ist eine unglaublich liebenswerte und manchmal auch etwas chaotische und tollpatschige Waldfee. Sie zieht in einen neuen Wald und will den Tieren dort immer wieder helfen – aber meist geht irgendetwas schief. Doch zum Glück lässt sich mit Unterstützung der anderen Tiere alles irgendwie wieder geradebiegen und die Geschichte zeigt damit sehr schön, was gemeinsam alles möglich ist.
Neben den liebenswerten Charakteren liebe ich aber vor allem auch die bunten und farbenfrohen Illustrationen, die perfekt in den Frühling und Sommer passen. Dort gibt es immer wieder etwas zu entdecken und sie passen perfekt zum liebevoll und lustig geschriebenen Text.
Eine sehr schöne und lebendige Geschichte, die ganz besonders gut in die warmen Jahreszeiten passt!
Die große Wörterfabrik (Agnès de Lestrade & Valeria Docampo)

Das Bilderbuch „Die große Wörterfabrik“ von Agnès de Lestrade und Veleria Docampo ist eine Hommage an die Sprache. Auf wunderschöne Weise werden hier die Bedeutung und Besonderheit von Wörtern gezeigt.
Stell dir ein Land vor, in dem kaum gesprochen wird. Wörter müssen gekauft werden, bevor du sie aussprechen kannst. Dadurch sind Wörter etwas Besonderes, etwas Wertvolles. Du überlegst dir gut, für wen du deine Worte opfert, und weißt die Worte, die dir gesagt werden, umso mehr zu schätzen. Es geht um die Macht, die Wörter haben können, und darum, was sie bedeuten und auslösen können. Es geht um den Wert der Sprache und die Bedeutung von Gefühlen.
Das Buch ist für (etwas ältere) Kinder und Erwachsene gleichermaßen wundervoll und regt zum Nachdenken und zu Gesprächen an. Ich kann das Buch allen empfehlen, die Wörter und die Sprache lieben! Auch als Geschenk eignet es sich super.
Für mein Mädchen (Amy Krouse Rosenthal, Paris Rosenthal, Holly Hatam)

Das Bilderbuch „Für mein Mädchen“ ist ein absolutes Mutmacher-Buch. Geschrieben wurde es von Amy Krouse Rosenthal und Paris Rosenthal und illustriert von Holly Hatam.
Es geht um die vielen Einzigartigkeiten, die uns zu den Personen machen, die wir sind. Damit will das Buch zeigen, dass wir stolz darauf sein können, wer wir sind. Dass wir nichts verstecken müssen, sondern einfach wir selbst sein können und dürfen. Es ist okay, anders zu sein und seinen eigenen Wünschen und Träumen zu folgen. Es ist gut, mutig zu sein. Und wir alle sind es wert, dafür geliebt zu werden, wie wir sind.
Ich habe das Buch von meiner Mutter geschenkt bekommen, zu einer Zeit, in der es mir nicht so gut ging. Sie hat noch einige persönliche Worte auf den einzelnen Seiten ergänzt. Worte zu den Dingen, die mich auszeichnen. Das hat mich sehr berührt und dieses Geschenk bedeutet mir sehr viel. Auch heute schaue ich noch gerne in das Buch hinein.
Das Buch eignet sich meiner Meinung nach sowohl für kleine als große Mädchen. Außerdem gibt es das Äquivalent „Für meinen Jungen“, falls das für euch oder die Person, die ihr vielleicht beschenken möchtet, besser passt.
Der Dachs hat heute schlechte Laune (Moritz Pet & Amélie Jackowski)

Wir alle haben mal schlechte Laune und das ist auch okay. Aber wie geht man am besten mit diesen grummeligen Gefühlen um?
Darum dreht sich das Bilderbuch „Der Dachs hat heute schlechte Laune“ von Moritz Petz mit Illustrationen von Amélie Jackowski. Das Buch richtet sich an Kinder ab 3 Jahren.
Es geht damit los, dass der Dachs schlechte Laune hat und diese an den anderen Tieren im Wald auslässt. Im ersten Moment eine Erleichterung – aber dann wenden sich alle von ihm ab und er fühlt sich nur noch schlechter. Doch zum Glück hat er eine Idee, wie er sich bei den anderen entschuldigen und wieder für bessere Laune unter den Tieren sorgen kann.
Das Buch vermittelt die Gefühle sowohl auf sprachlicher Ebene als auch durch die wunderschönen Illustrationen sehr gut, sodass es leicht ist, mit dem Dachs mitzufühlen und sich in seine Lage hineinzuversetzen. Insgesamt ein sehr liebevoll gestaltetes Buch, das sicherlich auch zu weiterführenden Gesprächen anregen kann.
Das Geschenk (Kobi Yamada & Adelina Lirius)

Zufriedenheit. Geduld. Dankbarkeit. Um all das geht es in dem Bilderbuch „Das Geschenk“ von Kobi Yamada mit Illustrationen von Adelina Lirius.
Wir alle kennen das Gefühl, viel zu tun und alles zu geben – und es ist doch nicht genug. Sei es für andere Menschen, für die eigenen Träume und Ziele oder im Job oder in der Schule. Und über die Sorgen und Mühen des Alltags hinweg kann es schnell passieren, dass man die wirklich schönen Dinge des Alltags nicht mehr richtig schätzt, nicht mehr richtig wahrnimmt.
Deshalb will dieses Buch zum Innehalten anregen und zeigen, was wirklich wichtig ist im Leben. Vermittelt werden diese Botschaften über die Geschichte eines kleinen Mädchens und einer magischen Süßigkeitenschale. Jeden Tag gibt es darin eine neue besondere Leckerei – und doch scheint das Mädchen nie ganz zufrieden.
Verbunden mit den zauberhaften bunten Illustrationen entfalten die Worte ihre Wirkung noch besser und es macht einfach Spaß, in dem Buch zu lesen und zu blättern.
Passend zum Namen des Buches eignet es sich auch ganz wunderbar als Geschenk.
Versuchen (Kobi Yamada & Elise Hurst)

Wir alle kennen es: Wir haben einen Traum, ein Ziel. Aber statt den ersten Schritt zu machen und alles zu geben, um diesem Ziel näherzukommen, machen wir – nichts. Denn das ist sicherer. Wenn wir nichts tun, können wir auch nicht scheitern, keine Fehler machen. Wir müssen uns nicht schlecht fühlen. Aber wir werden eben auch nie das Ziel erreichen. Denn nur wenn wir einen Versuch wagen, haben wir eine Chance.
Genau darum geht es in dem wundervollen Bilderbuch „Versuchen“ von Kobi Yamada mit Illustrationen von Elise Hurst. Es geht darum, anzufangen, einen Versuch zu wagen. Und vor allem geht es darum, immer wieder einen neuen Versuch zu unternehmen. Aus Fehlern zu lernen und sich nicht entmutigen zu lassen, sondern immer wieder aufzustehen.
Der junge Protagonist der Geschichte will eine Skulptur schaffen und unterhält sich immer wieder mit einem Bildhauer. Aber die Bildhauerei lässt sich auf so viele andere Träume und Ziele übertragen.
Das Buch hat eine tolle Botschaft und vor allem macht es Mut. Nach dem Lesen habe ich mich besser gefühlt, motivierter. Und hoffentlich erinnere ich mich daran, noch mal nach dem Buch zu greifen, wenn ich mal den Glauben an mich und meine Träume verloren habe.
Geschenkt bekommen habe ich es von meiner Mutter zu einem Zeitpunkt, zu dem ich ziemlich verzweifelt und überfordert war, und habe mich sehr darüber gefreut. Es ist also auch eine schöne Geschenkidee.
Die Grafiken sind überwiegend in schwarz-weiß gehalten, es gibt nur einzelne farbliche Akzente. Die Bilder sind dadurch schlicht und gleichzeitig detailreich und passen so wunderbar zur eher ruhigen und nachdenklichen Erzählung.
Das Buch wird eher für etwas ältere Kinder ab 5 Jahren empfohlen und ist auch für Erwachsene ein toller Mutmacher.